Schützen Abschirmdecken vor elektrischen Stromfeldern?

Ist ein elektrisches Gerät an eine stromführende Steckdose angeschlossen, entstehen sowohl um das Stromkabel als auch um das Gerät selbst räumliche, elektrische Felder. Diese können mit geeignetem Messgerät in Volt pro Meter erfasst werden. Je weiter ich mich dabei von der Quelle entferne, um so geringer wird die Feldstärke.

 

Auch bei einem ausgeschalteten Gerät ist ein elektrisches Feld messbar, häufig sogar mit relativ hohen Feldwerten.

Will ich fließendes Wasser umleiten,

muss ich die Staumauer auch direkt in den Fluss bauen

Die eigentliche Idee einer geerdeten, leitfähigen Abschirmmatte ist es, die Energie von elektrischen Feldern mit stromleitenden Materialien auf zu nehmen und durch ein "Kabel in die Steckdose" zu transportieren (Potenzialausgleich). 

 

Wäre nun ein einziges elektrisches Feld genau unter der Bettmitte, in dem die Abschirmmatte platziert ist, dann wäre tatsächlich eine geringe, messbare Schirmwirkung vorhanden. 

 

Aber die Praxis sieht leider völlig anders aus. Elektrische Felder sind nicht unter Betten, sondern neben den Schlafplätzen. Verursacher sind: Stromleitungen, Steckdosen, Lampen, Trafos und Radiowecker. Diese Felder werden von der Abschirmmatte nicht einmal im Ansatz "beseitigt".

 

Ganz im Gegenteil. Die Abschirmmatte wirkt quasi wie eine Antenne. Die eigentlich räumlich verteilten Felder werden nun durch die leitende Matte "angesaugt". Als Folge erhöhen sich die Feldparameter auf der Liegefläche, speziell im Bereich des Kopfes, da im Wandbereich die Stromleitungen und Steckdosen verlegt sind.  Das Ziel einer Feldreduzierung wird völlig verfehlt. 

Wer mit einem Thermometer Ihr Gewicht misst,

kommt automatisch zu einem falschen Ergebnis

Leider gibt es immer wieder "Berater", die mit einem fehlerhaften Messaufbau zeigen, wie scheinbar gut solch eine Matte bei Ihnen zu Haus funktioniert.

 

Bitte werden Sie bei folgenden Messablauf skeptisch: Die Abschirmmatte wird an die Steckdose angeschlossen (Erdung 1). Sie bekommen eine oder zwei Sonden in die Hände gedrückt, die mit einem Messgerät verbunden sind. Nun wird auch das Messgerät mit einer anderen Steckdose verbunden (Erdung 2). 

 

Immer dann, wenn Sie sich auf die geerdete Abschirmmatte setzen oder legen,  "verschwinden" eben noch an Ihnen gemessene "Energiewerte". Aber nicht, weil die Matte so gut funktioniert. Sondern zum einen sind zwei Erdungen im Messsystem, zum anderen werden durch die Geräte Feldspannungen statt Feldstärken gemessen.

 

Diese unsinnigen Messungen führen zwar zu einer gewünschten Darstellung, haben aber mit einer Reduzierung von Elektrosmog durch eine Abschirmmatte nichts zu tun. Eine Kontrolle mit einem potenzialfreien Messequipment zeigt sofort den Irrtum.

Der oben stehende Text beinhaltet unsere eigene, subjektive Meinung. Sie basiert zwar auf umfangreichem Fachwissen und jahrelangen, messtechnischen Erfahrungen, ist jedoch weder allgemein gültig noch wissenschaftlich anerkannt.