Stressmessung über die Herz-Raten-Variabilität

 

Stellen Sie sich vor, bei Ihrem Auto wären beispielsweise zwei von sechs vorhandenen Gängen ausgefallen. In der Folge würde der Motor situationsabhängig untertourig oder mit zu hohen Drehzahlen arbeiten. Überholvorgänge oder die Geländeanpassungsfähigkeit wären deutlich eingeschränkt.

 

Das vegetative Nervensystem (VNS) unseres Körpers sorgt – wie beim Auto das Getriebe – für eine variable Anpassungsfähigkeit unseres Organismus an äußere Umstände. Zentrales Steuerungsinstrument des VNS ist das Herz.

 

Beim Sport und sonstigen körperlichen Aktivitäten erhöhen sich Puls und Blutdruck, bei Entspannung und Regeneration werden sie heruntergefahren. Bei Hitze und Kälte sorgt das VNS ebenfalls für entsprechende Anpassung.

 

Diese offensichtliche Variabilität ist nicht nur im groben Maßstab bei konträren Situationsbedingungen gegeben sondern zeichnet sich auch bei detaillierter Betrachtung ab. Dabei wird im Rahmen einer Messung der sogenannten Herz-Raten-Variabilität (HRV) untersucht, inwieweit eine Variabilität in Form einer zeitlichen Abweichung von Herzschlag zu Herzschlag besteht.

 

Ist die Variabilität groß, so ist damit eine hohe Anpassungsfähigkeit unseres VNS an äußere Veränderungen gegeben, was für einen gesunden und stress-unbelasteten Organismus spricht. Erfolgt die HRV (und somit der Herzschlag) monoton, dann sind dies Merkmale für Starrheit und Stress-Belastung. Das VNS kann prinzipiell nicht mehr richtig in den Ruhemodus herunterschalten, so dass dadurch die Schlafqualität und somit Regeneration beeinträchtigt ist.

 

HRV-Messungen sind heute in weiten Kreisen der Medizin etabliert und können über 24-Stunden-Zyklen durchgeführt werden. In der praktischen Anwendung sind sie mit einem Langzeit-EKG vergleichbar. Anhand der Nachtmessungen kann man über die ermittelte Stressbelastung objektive Aussagen zur Schlafqualität treffen.

 

Stellt man derartige Vergleichsmessungen gegenüber, die vor und nach erfolgreichen Elektrosmog-Reduktionsmaßnahmen durchgeführt wurden, lassen sich daraus Rückschlüsse über den persönlichen (biologischen) Effekt ziehen. Dadurch kann schließlich auch eine messtechnisch unterstützte Antwort zu der Frage geben werden, wie sich Elektrosmog-Vermeidung individuell für die jeweilige Person auswirkt.

 

Wir arbeiten im Verbund mit Therapeuten, welche die HRV-Messungen durchführen. Bei Bedarf kann somit eine Messkette aus HRV-Messungen und unseren räumlich-physikalischen Elektrosmog-Untersuchungen erstellt werden, die auf biologischer wie physikalischer Ebene objektiv die Veränderungen zwischen Ausgangsbedingung und Ergebniszustand nach entsprechenden Elektrosmog-Reduktionsmaßnahmen zeigen.